Begegnung
Eine Begegnung mit Enver Duman
Sein System setzt vor allem auf „Denken und Bewegen“
Noch heute erinnere ich mich an mein Gespräch mit Enver Duman in dem
von ihm in Lübeck neu gegründeten Taekwondo-Zentrum.
Taekwondo? Eine Kampfsportart, die mich an Kickboxen, Karate oder Judo
denken ließ.
Klares Vorurteil, mußte ich bald erkennen. Denn von „Kampf“ war überhaupt nicht die Rede.
„Kommen Sie, reden und philosophieren Sie mit mir“,
so waren seine Worte
vor dem Treffen gewesen.
Stimmte tatsächlich. Was also hatte das mit Kampfsport zu tun? Im Gespräch bei
Kaffee: „ Denken und Bewegen“ als erste Vorgabe. Im eigenen System das „Denken“
in den Vordergrund seiner Philosophie um Taekwondo zu stellen und das sportliche
„Bewegen“ folgen zu lassen, das verstand ich bald.
Denn zahlreiche Weisheiten bekannter Philosophen lassen sich an den Wänden
lesen.
Sein vorgelebtes System vermittelt Bewegung von Körper und Geist, Kultur und Natur, die Begegnung mit sich selbst, Respekt vor anderen und offen zu sein
gegenüber Neuem.
Sich nach Erkennen individueller Grenzen weiter zu entwickeln. Denn der Körper
verändert sich: Immer jedoch wichtig, die Balance zwichen Körper, Geist und Seele
zu halten.
Bereits bei einer früheren Vorführung hatte ich gesehen, wie der 17jährige
neben dem 66jährigen voller gegenseitigem Respekt diesen Sport betreibt.
Nun zeigte Enver Duman sein Aufbautraining, das mit Gymnastik und Dehnübungen
begann. Meditation zu Beginn des Trainings und am Ende. Balsam für die Seele.
Wohltuend zu beobachten das Miteinander zwischen Enver Duman und seinen Schülerinnen und Schülern, aber auch diese untereinander:
„Sie sind längst eine
große Familie.“
Interessant nicht nur für begleitende Eltern oder Partner: Hier ist Mann/Frau gut aufgehoben.
Den nächsten „Tag der offenen Tür“ sollte man sich nicht entgehen lassen:
Die beste
Gelegenheit, sich über dieses System von Vorurteilen gegenüber dieser Sportart
zu befreien.
Marcus Niendorf von der Lübecker Löwen-Apotheke
sagt als einer der ersten Schüler:
“Ich habe bereits als Student Taekwondo betrieben, erinnere mich an eher militärisches Training.
Merkwürdig, dass ich nun - mit 40 Jahren - das Bedürfnis hatte, gerade jetzt wieder damit zu beginnen.
Was ich dadurch bei Enver Duman und seiner Philosophie gefunden habe, ist etwas unglaublich anderes.
Hier muss ich mich nicht sportlich mit 20jährigen auseinander setzen, hier "passt" es für mich total.
Mich überzeugt die ungekünstelte Freundlichkeit, die Warmherzigkeit, seine liebenswerte Philosophie,
die mich auf den durchaus choreographisch gestalteten Sport vorbereitet und wohltuend fordert.
Großartig auch seine Dehnübungen, nach denen ich trotz langer Jahre ohne sportliche Betätigung praktisch keinen Muskelkater verspüre.
Die sich aufbauende Ausdauer baut meinen Stress ab, macht mich gelenkiger und schneller. Und mein Kopf ist einfach wieder frei!“



